Claus’s Blog

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Es geht um einen Kachelofen, aber mir fiel kein kreativer Titel ein.

Posted by daClaus - Freitag, 2. November 2012

Nachdem uns das Arbeitsleben wieder so gut wie voll eingeholt hat, war in der Frage der Beheizung unserer alten Hütte Handlungsbedarf gegeben. Geheizt haben wir bisher mittels gemauertem Kaminofen. Bis Ende 2011 hat es gut funktioniert, es war immer jemand daheim, der das Feuer in Gang halten konnte. Mit Jänner 2012 war’s vorbei mit dem schönen Leben, M. war mittlerweile auch schon Kindergartenkind, was bedeutete, dass A. sich in einem Halbtagsjob vergnügen durfte. Ich war sowieso den ganzen Tag im Bergwerk.

Das Ergebnis: 14° um 1400 Uhr. Und wenn jetzt ein lustiger meint „Na dann bleibt’s länger auf, um 2300 Uhr hat’s sicher 23°C“: So g’scheit war ich auch schon. Hat nicht funktioniert 🙂

Einzige Alternative: Etwas, das Wärme speichert. Zentralheizung kam nicht in Frage. Elektrisch schon gar nicht, dann wäre es aber sicher im Vorzimmer auch warm, weil der Zähler so rotiert. Die Wahl ergab sich zwischen einem Pelletsofen für den Wohnraum oder einem Kachelofen. Der Kachelofen hat gewonnen.

Aus mehreren Gründen:

– Er hat einfach Style und paßt in unser Haus
– Er ist nicht laut
– Er braucht keinen Strom
– Er kann – realistisch gesehen – nicht kaputt gehen
– Strahlungswärme ist einfach angenehmer als aufgeheizte Luft. Warme Luft zu produzieren ist meine Sache.
– mit Holzscheit’ln ist man (relativ) unabhängig
– er hat ein viel besseres Preis-/ Leistungsverhältnis. Kostet zwar das doppelte eines g’scheiten Pelletsofens, hält aber ungleich länger.

In dem kann ich mich mal kremieren lassen. Und wenn man mich (sprich: meine Asche) dann gaaanz nach hinten ins Eck schiebt, hab ich’s immer schön warm und lande nicht irrtümlich in der Biotonne.

Nach einem Beratungsgespräch mit unserem örtlichen Hafner ging es 3 Wochen später auch schon los. Am Vorabend des Upgrades habe ich den Bereich um den Ofen mit Plastikfolie staubdicht (so dachte ich) abgeklebt und den Holzboden abgedeckt. Eines kann man sich gleich merken: Beim Arbeiten mit der Flex, egal in welchem Material, gibt’s kein „staubdicht“. Der Staub kräult überall durch und hinein, da kann man machen, was man will. Nachdem die beiden Handwerker ein Scherzerl aus unserem Ofen herausgeschnitten hatten – der Kachelofen wurde in den bestehenden Ofen integriert, und sich die Staubschwaden wie der Nebel des Grauens durch das ganze Haus verteilen, ging auch schon der Aufbau los. Da unser Ofen als Ausstellungsstück im Schauraum stand und etagenweise abgetragen wurde, war der Aufbau dementsprechend modular. Innen entstanden dann Zug um Zug 🙂 die Züge. Vermauert wurden die Schamottesteine des Innenlebens – und da war ich verwundert – einfach mit Lehm. Im Schnitt kam jeden Tag eine Etage dazu, und nach etwas mehr als einer Woche und noch ein paar Flexarbeiten hier und da waren auch die Verputzarbeiten abgeschlossen. Noch gach den alten Ofen neu gestrichen, und alles war fertig. Jetzt (Stand Ende Oktober 2012) sind wir noch am Ende der Phase des Trockenheizens mit ca. 2 kg Holz, und nächste Woche wird kräftig Gas gegeben, mit 11kg Holz :). Und dann wird beurteilt, ob sich die Investition gelonht hat. Ich denke schon.

Ich habe beschlossen, meine „Probleme“ á la Dexter zu lösen 🙂 Nö, natürlich niiiicht, alles abgeklebt für den bevorstehenden Ofenumbau.

Und schon fehlt das erste Stück.Bei dem Innenleben war mir dann auch klar, warum unser Ofen keine Wärme gespeichert hat: Viel zu wenig Schamotte, viel zu viel Luft.

Soweit bereit für den Einbau des Plugins.

Bodenplatte sitzt, erst Reihe ist angesetzt.

So hat’s dann ausgeschaut, obwohl der Weg ins Wohnzimmer doppelt abgeklebt war.

Und nochmal von oben. Den Boden bildet eine Stahlplatte, auf die dann eine fette Lage Schamotte gelegt wurde.

Er wächst, und wächst…

Die Kacheln werden geklammert, das links ist ein Zug.

Dritte Etage, innen auch fertig.

Planungshöhe erreicht, fehlt nur noch der Deckel. Die Löcher sind nicht zur Belüftung, da kommen noch Putzdeckel drauf.

Aufbau fertig, die Putzöffnungen sind provisorisch verschlossen, damit wir mal heizen können.

Verputzt ist auch schon alles, muß nur noch trocknen.

Und fertig, 1.

Und fertig, 2.

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