Claus’s Blog

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Panta rhei – Alles fliest: Part II – Fliesen und Finish

Posted by daClaus - Samstag, 26. Februar 2011

Kurze Zusammenfassung zur Übersicht, die lange Version der Vorarbeiten findet sich hier :

Kurzübersicht (für die Lesefaulen):
Problem: Durchgangs-WC mit ziemlich gewöhnungsbedürftigem Fliesenstil Ziel: ein optisch ansprechendes Häusl mit leicht geänderter Wasserinstallation
Lösung: neue Fliesen, ausmalen bzw. Dekorputz
Aufwand: finanziell: hauptsächlich abhängig von der Wahl der Fliesen/ Arbeit: summiert sich(mal wieder)
Ergebnis: wärs nicht so kalt würd ich sofort einziehen
Bewertung:

4steine
Nach der Hack’n mit dem Verputzen war das unschönste eigentlich erledigt, das Fliesen selbst und das Ausmalen war die eher die Kür nach der Pflicht. Wäre die Sache mit der Wandscheibe nicht gewesen hätte ich mit 3 Sternen bewertet..

Teil 2 – Fliesen

Zum Weiterlesen hier drunter klicken!


Ausgangslage:

Kleiner Durchgangsraum mit WC, Waschbecken und Waschmaschine, vom Vorbesitzer unseres Hauses als „Dreckschleuse“ (vom Wohnbereich in seine Schlosserwerkstatt) bezeichnet. Der Fliesenstil war in der Kategorie „Hundertwasser schwer auf Drogen“ – Fliesen zerbrochen, mosaikartig aufgepickt, mit dezent oager Fugenmasse von schwarz bis ins poppig – grelle gelb und neonpink. Den Gesamteindruck erklärende Phrase: Bist Du Moped.

rechte Seite

linke Seite

 

Werkzeuge und Material:

  • Einen Installateur, der Fliesen legen kann und den man zur Not befragen/ benutzen kann 🙂
  • Wasserwaage
  • Zahnspachtel (zum Aufbringen des Fliesenklebers)
  • Fliesenschneidutensilien (händisch und/ oder Maschine, Bohrkronen für Löcher, Papageienzange, evtl. Säge)
  • Gummispachtel oder Fummelbrett (jaaa, heisst wirklich so) für die Fugenmasse
  • Schwamm oder Schwammbrett zum Perfektionieren der Fugen und zum Abwaschen der Fugenmassenreste
  • Kübel und Rührer zum Anrühren des Fliesenklebers/ der Fugenmasse
  • Reparaturmörtel/ -putz oder ähnliches zum Ausbessern (mehr oder weniger) größerer Löcher im Putz
  • Fliesen (no na)
  • Fliesenkleber (ich verwende Flexkleber)
  • Fugenmasse
  • eventuell Metallprofilleisten für Ecken und Kanten


Ausführung:

  • überlegen, wo man zu fliesen beginnt. Idealer Weise sollte man in Ecken, die ins Auge fallen, mit ganzen Fliesen beginnen.
  • Ich habe mich als besonderes Schmankerl dazu entschlossen, von oben nach unten zu fliesen, da ich die Bordüre mit der Oberkante des Fensters abschliessen wollte.
  • deshalb, zuerst die Oberkante mit der Wasserwaage anzeichnen
  • Fliesenkleber mit der Kelle auftragen und mit der Zahnspachtel gleichmässigdurchkämmen. Nur so viel Fliesenkleber auftragen wie man befliesen kann, ohne dass er anzieht und trocken wird.
  • Die Fliese (arbeitet man von oben nach unten) ca. einen halben Zentimeter oberhalb der Linie ansetzen und nach unten in Position schieben.
  • Das macht man die ganze Länge über die Wand
  • Die folgende Bahn wird ebenso gelegt. Die Fliese bündig anlegen und nach unten in Position ziehen. Für den richtigen Abstand Fliesenkreuze verwenden.
  • Das macht man jetzt bis zum Boden, oder – steht man auf Herausforderungen – macht Diagonal weiter. Dabei ist wichtig, die Fliesen exakt waagrecht auszurichten, sonst läuft das ganze aus dem Winkel und man kommt mit den Fugen nicht mehr zurecht.
  • Tipp: Fliesen schneide ich diagonal lieber mit der händischen Maschine, bei den günstigen elektrischen Maschinen ist das wegen der billigen (und damit ungenauen) Schneidhilfe ein Graus. Das wird alles ausser ein gerader Schnitt.
  • Auch hier gilt wieder: Wer gleichsauber arbeitet hat nachher weniger zu putzen. Fliesen und Fugen müssen fürs Verfugen sauber sein. Hat man doch recht geferkelt beim Fliesen kratzt man die Fugen mit einem Hölzchen aus und reinigt alles mit einem feuchten Schwamm nach.
  • Ist alles gut getrocknet kann man sich ans Verfugen machen.
  • Fugenmasse laut Anleitung in einem sauberen(!!) Kübel anrühren. Auch hier wieder nur so viel, wie man verarbeiten kann, ohne dass die Masse anzieht.
  • Jetzt erfolgt die Wahl der Waffen: Gummispachtel oder Fummelbrett. Ich habe mich für das Fummelbrett entschieden, damit tue ich mir einfach leichter.
  • Einen Batzen Fugenmasse auf das Fummelbrett geben und schräg zur Fuge gleichmässig in die Fuge schmieren bis diese voll ausgefüllt ist.  Eckfugen werden nicht mit Fugenmasse, sondern am Schluss mit dem passenden Silikon verfugt.
  • in Teilstücken von Fuge zu Fuge durcharbeiten, auch jetzt wieder sauber bleiben und darauf achten, dass die Oberfläche der Fugen glatt ist und die Oberfläche der Fliesen sauber ist.
  • Ist die Fugenmasse angezogen (die Oberfläche wird matt) wird sie vorsichtig mit einem feuchten Schwamm (oder Schwammbrett) abgezogen, um eine schöne, glatte Oberfläche zu bekommen. Die Fliesen selbst werden auchgleich mitgereinigt. Hier liegt der Schlüssel zum Erfolg in sauberem Wasser und einem sauberen Schwamm(brett). Regelmässig wechseln!
  • Ist alles sauber und gut getrocknet kommt das Silikon zum Einsatz. Damit werden alle Ecken, Anschlussfugen an Türstöcke, etc. ausgefugt. Ist die Oberfläche angetrocknet kann man die Silikonfuge vorsichtig mit dem Finger glätten, den man regelmässig in Wasser mit Geschirrspülmittel taucht. Damit bleibt kein Silikon am Finger kleben
  • Danach ausmalen, eine kleine Dekorleiste aufstupfen, Armatur, Lampen und Waschbecken  montieren und die Sache kann abgehakt werden.

Der Anfang ist getan...

und schon wieder fast fertig :))

Ein Tipp zum Anzeichnen von Löchern: Den Platz mit dem Loch freilassen und rund herum fliesen. Mit einem Lineal oder ähnlichem die "Koordinaten" des Loches auf den umliegenden Fliesen anzeichnen. Die zu bohrende Fliese an ihrem Platz anhalten, mit dem Lineal (oder dem Ähnlichen) die Koordinaten auf die Fliese übertragen und - voila - die Position der Bohrung ist gefunden.

Nach dem Fliesen - schmutzig...

vor dem Verfugen - sauber

Status: Schaut gut aus!

Öhmm, was macht denn das Werkzeug da!?!

Hurraaaa… Beim Versuch, das Eckventil zu montieren hab ich es nicht dicht bekommen. Warum? Weil der §)//*@ Gewindeeinsatz in der Wandscheibe gebrochen ist. Passiert das oft? Anwort des Installateurs meines Vertrauens: „Des hob i no nie g’sehn“. Passiert wann: Genau, Freitag abend gegen 1744. Also rein ins Auto und ab zum Baumax, wo das Personal schon um den Eingang scharwenzelt ist, um die Hütte exakt um 17:60:00 zusperren zu können. Mit einem gekonnt angetäuschten Haken den wamperten Regalbetreuer ausgetrickst und ab in die Sanitärabteilung. Die Frisur hält. Wandscheibe… 1/2 Zoll… Das Fach ist… LEER!! AAARRGGGHH!! Also kommt Plan B zum Tragen: Blick links, Blick rechts, das mit Kabelbinder befestigte Mustersstück „abmontiert“ und ab zur Kassa, bezahlen und nach Hause. Das bereits wundervoll verfugte wieder aufgestemmt… 

... die defekte Wandscheibe abgezwickt...

... und die neue draufgeschweisst.

Der Übeltäter...

Weapon of choice - das Rohrschweissgerät

die andere Wand - eine Fitzelei

Die Vollendung! der Thron...

Die Wand mit der Dekorfliese

Waschtisch und so

Waschmaschine und Ausziehkastl

was verbirgt sich darin? Der Staubsauer und Putzmittel.

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2 Antworten to “Panta rhei – Alles fliest: Part II – Fliesen und Finish”

  1. […] Panta rhei – Alles fliest: Part II – Fliesen und Finish […]

  2. Gerhard said

    Die Ausführung wurde sehr gut beschrieben! Das Ergebnis lässt sich sehn!! Well done!!

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