Claus’s Blog

Not just another Claus‘ Blog since there are not many Claus‘ out there

Die Entwicklung (m)eines Handyfetisch

Posted by daClaus - Mittwoch, 29. Juli 2009

Zeit, mit der angekündigten (Gruppen)Therapie meines Handyfetisch zu beginnen:

!WARNUNG! Viele Bilder, viel Text, also bitte JETZT aufs Klo gehen und was zu Essen und/ oder zu Trinken holen. Ich kann das gar nicht leiden, wenn während dem Lesen aufgestanden wird. !WARNUNG!

Wie konnte sich die Ansicht von „Ich brauche es sowieso nur zum Telefonieren“ zu „Nett, telefonieren kann ich damit auch?“ wandeln?

Wagen wir einen Blick in die dunkle Vergangenheit der mobilen Kommunikation, kurz nachdem Rauchzeichen wegen des mangelnden Datenschutzes schwer verpönt waren.

Damals hatte ich

  • ein Handy: zum Telefonieren und SMSen. Mehr gab’s damals (bezahlt hat man noch in Schilling) sowieso noch nicht,  und Mobiltelefone ohne Henkel (Schlagworte C-Netz, D-Netz, Vinylschallplatte) waren der große Renner.
  • erst einen Palm Pilot Pro mit Monochromdisplay (ja, genau, das Urding aller PDAs, aus den US of A importiert), später einen iPaq: zur Verwaltung der Kontakte und Termine
  • einen oder mehrere Discman/ MiniDisk-Player/ mp3-Player (in dieser Reihenfolge): für die musikalische Berieselung zwischendurch

Das ganze hat man dann in den Rucksack gepackt bzw. in einer Scheibtruhe (für meine deutschen Leser: Schubkarre) mitgeführt.

Dann krame ich einmal in dem schwarzen Loch, das sich mein Gedächtnis nennt, und versuche, meine bisherigen Geräte chronologisch korrekt aufzulisten…

– Philips Spark

philips_spark

Philips Spark

Für heutige Verhältnisse ein riesen Teil, damals ein richtig handliches Gerät, mit ausziehbarer Antenne, die durchaus auch als Reitgerte durchgehen hätte können. Akku mit deutlicher Tendenz zum Schwächeln. Große Innovation damals war die Voice Dial Funktion, die allerdings noch „etwas“ unausgereift war und eher nach dem Zufallsprinzip funktionierte. Vibrafunktion war nicht implementiert, dafür gab es einen eigenen Akku. Das Spark war aber immer noch handlicher als so manche Ericsson-Geräte, die wegen ihrer Größe gemeinhin als „Knochen“ bezeichnet wurden. Der Kaufpreis lag damals glaube ich bei rund ATS 9.000,–, Subventionierung durch den Netzbetreiber war ein Fremdwort.

– Philips Genie

Den Namen hatte es damals wirklich verdient.

Für das letzte Jahrtausend ein extrem kleines und innovatives Gerät, mit dem man überall Aufsehen erregt und interessierte Blicke auf sich gezogen hat. Features waren im wesentlichen identisch mit dem Spark.

Seit damals weiß ich: Size DOES matter 😉

philips_genie_mic

Philips Genie mit ausziehbarem Mikrofon

philips_genie_21

Philips Genie mit fixem Mikrofon

philips_genie_sport1

Philips Genie Sport

Mit diesem Gerät war Philips designtechnisch auf einem guten Weg, die damaligen Konkurrenten wie der Klassiker Nokia 6110 oder die Ericssons waren, trotz gleicher Ausstattung, um einiges größer. Nein, einen Unterschied gab es: Philips hatte es bis dahin nie geschafft, eine Infrarotschnittstelle zu integrieren. Danach hat Philips den Anschluß an die Konkurrenz verloren und sich mit dieser Sparte aus Österreich zurückgezogen.

– Ericsson T18s

ericsson_t18s

Ericsson T18s

Nach dem Genie war es wieder Zeit für was neues, glücklicher Weise gab es damals das Ericsson T18s gerade günstig zu haben. Von den Features her gab es wenig Unterschied, das Design wars. Als bekennender Handy-in-die-Hosentasche-stecker mußte ich zwecks Tastaturschutz und Tastensperre (die war beim Genie nicht immer zuverlässig) _unbedingt_ ein Gerät mit Klappe haben. Noch dazu war es ein „Active Flip“, d.h. automatische Rufannahme bei Öffnen der Klappe. Und ein integriertes Telefonbuch gab es mittlerweile auch, wenn auch nur mit 99 Speicherplätzen. Immer noch besser als alles auf der SIM zu speichern. Nachteil war das sehr schmale Display.

– Ericsson T28i

ericsson_t28i

Ericsson T28i

Gesehen, gesabbert, gekauft. Features gleich wie das T18s, aber unglaublich stylish. Größeres Telefonbuch mit Platz für 250 Nummern und das flachste Gerät am Markt. Mußte man einfach kaufen. Punkt.

– Nokia 8850

and then came… the 8850

nokia_88501

Nokia 8850

Bis heute für mich eines der schönsten Handies, die je designed wurde. Nachfolger des Nokia 8810, das damals als DAS Edelhandy schlechthin galt, mir aber 1) zu teuer und 2) wegen dem Chromfinish (chromlackierter Kunststoff, der mit der Zeit abgeblättert ist) zu Blingbling war. Leider konnte der Nachfolger, das 8910, diese Emotionen nicht mehr auslösen. Das Design war viel zu klobig und „gewöhnungsbedürftig“ (höfliche Umschreibung für *würg*).

– Siemens S55

siemens_s55

Siemens S55

Hä, Siemens? Sieht gar nicht aus wie ein Geschirrspüler. Ist es auch nicht, Siemens hat auch mal Handies gebaut.
Das S55 war eines der ersten erschwinglichen Geräte mit Farbdisplay, deshalb mußte das 8850 weichen. Klein, leicht und recht gut ausgestattet, das Vollplastikgehäuse hinterließ aber einen billigen Eindruck.

– Nokia 5210

5210

Nokia 5210

kurzes Intermezzo eines „Outdoorhandies“, mit Wechselcover, mittelprächtig stoßfest.  Hat mich nicht sehr begeistert, drum gibts hierzu auch nicht mehr zu sagen.

– SonyEricsson P900

p900

Sony Ericsson P900i

Zu diesem Handywechsel fällt mir immer nur die Szene aus Crocodile Dundee ein (umgetextet): Was, das ist ein Handy (schiefer Blick aufs S55)? DAS ist ein Handy (zückt P900).

Nach dem S55 war das wirklich ein ziemlicher Brocken, allerdings auch mit einer Menge Funktionen. Nach den ersten Kontakten mit dem Begriff „Smartphone“ stieß ich schnell auf das P800, das mich aber vom Design und wegen des billigen Plastikstylus nicht wirklich überzeugt hat. Dann war das P900 bei meinem Netzbetreiber um unglaublich günstige EUR 599,– (UVP war glaub ich EUR 999,–) zu haben, bei so einer Okkasion MUSSTE ich natürlich zuschlagen! Betriebssystem war Symbian UIQ 2. Das P900 hat mich doch mehr als ein Jahr lang begleitet, dann kam das P910i raus, das mir als Upgrade aber zu viel Geld für zu wenig Mehrwert gekostet hätte. Etwas später mehrten sich die Gerüchte um das P990i, auf das ich schon wirklich lange Zähne hatte. Nachdem sich der Releasetermin immer und immer wieder verschoben hatte wollte ich auch nicht mehr länger warten (schließlich war das P900 auch schon wieder 2 Jahre alt…) und habe kurzer Hand bei einem anderen Gerät zugeschlagen. (Das P990i kam dann mit 1 (in Worten: einem!) Jahr Verspätung auf den Markt und hatte, vor allem mit der gebrandeten Firmware einiger Provider, erhebliche Probleme.)

– SonyEricsson W950i

Sony_Ericsson_w950i

Sony Ericsson W950i

Mörder Gerät, mit Touch Screen, Symbian UIQ 3, unglaublichen 8GB integriertem Speicher und einem spitzen Music Player (eine Stärke von SE). Was fällt auf? Genau, es hatte keine Kamera, war für mich damals einer der ausschlaggebenden Gründe zum Kauf, weil a) die Kameramodule bei Smartphones sowieso zum Vergessen waren und b) es durch die fehlende Kamera kleiner war. Nach wieder ca. 2 Jahren habe ich mir dann ab und zu andere Geräte „zur Ansicht“ besorgt, schließlich machten die Kameramodule Fortschritte und WLAN und GPS wären ja auch nicht so unpraktisch. SonyEricsson wandelte mittlerweile leider auf dem Pfad der spezilisierten Geräte, sprich ENTWEDER gute Kamera ODER guter Music Player, ENTWEDER WLAN ODER GPS. Entweder – oder war noch nie meine bevorzugte Lösung, UIQ war mittlerweile tot (die Entwicklung wurde eingestellt), weshalb sich meine Interessen auf andere Hersteller verlagerten.

In Betracht gezogen habe ich dann u.a. das W960i, wollte dann aber wieder weg vom Touch Screen (jaja, gegen der Trend der Zeit…), das Nokia N81 und noch 2 oder 3 Geräte, die ich aber mittlerweile wieder vergessen habe.

– Nokia E71

nokia_e71

Nokia E71

Mein aktuelles Baby seit September 2008. Seit dem 8850 hat mich kein Gerät vom Design her so angesprochen wie das E71 White Steel. Weißes Gehäuse, weiße Tastatur, verchromter Metallrahmen… hat fast was erotisches 🙂 . Gewohnt gute Verarbeitung, die bei Nokia leider fast ausschließlich der E-Serie (sog. Businessserie) vorbehalten ist, liegt gut in der Hand, die QWERTZ Tastatur läßt sich mit einer Hand bedienen und der Funktionsumfang ist unglaublich. Damit kann ich unterwegs im Internet surfen, meine Mails empfangen, bloggen, twittern, Fotos machen, Musik hören, etc. etc. – Was man halt so braucht, um connected zu sein. Leider ist Nokia so unverschämt und kommt ständig mit neuen Geräten auf den Markt, weshalb ich immer wieder mit neuen Geräten liebäugeln muß. Darunter waren bisher das Nokia E55, das E75 sowie das N97, die mich im Endeffekt aber alle nicht überzeugt haben.

Deshalb: Das E71 bleibt! Zumindest bis Herbst, denn für Q3 wurde bereits das E72 angekündigt…

Hallo, mein Name ist Claus, und das ist mein Fetisch. 🙂

Update 21.10.2009: und er hat schon wieder zugeschlagen, ich habe mir das Nokia N97 gekauft…

Update 27.07.2010: es ist soweit, mein N97 geht mir mittlerweile schwer am Keks, es wird Zeit für was anderes. Eventuell gehe ich nach jahr(zehnt)elanger Nokia- und Symbiantreue mal in Richtung Android…

Update 30.12.2011: Jessas na, der Artikel ist ja gar nicht mehr auf dem neuesten Stand!

Im September 2010 habe ich meine obige Ankündigung umgesetzt und mir das Samsung Galaxy S gekauft. Das war mein Einstieg in die Androidwelt, der ich bis heute treu geblieben bin und immer mehr verfalle.

Was ich aber nicht mehr machen würde: Gekauft habe ich es aus preislichen Gründen in einem dieser Handyshops (MobiNil auf der Reinprechtsdorfer Str.). Die haben ein sehr fragwürdiges Gewährleistungskonzept, da man keine Rechnung, sondern nur einen „Garantieschein“ bekommt. Reparieren lassen kann man es dann natürlich nur dort.

Samsung Galaxy S

Doch damit nicht genug. Mitte 2011 kam das Nachfolgemodell Samsung Galaxy SII auf den Markt, was soll ich da groß sagen… Als ein vom Fortschritt der Technik allgemein und der Mobilkommunikation speziell Getriebener wurde sofort der Ruf nach einem Upgrade laut. Mein damaliger Gedanke: Haben wollen! August 2011: Gekauft! Das SGS habe ich Andrea vermacht, die erst ihr Nokia 5800 nicht ersetzen wollte und jetzt voll auf das SGS steht :). Anfang Dezember 2011 habe ich das SGSII mit dem Samsung 2000mAh Akku upgegraded, damit ist es jetzt für mich perfekt. Bis das Samsung Galaxy SIII oder etwas besseres auf den Markt kommen 🙂

Samsung Galaxy SII

Advertisements

2 Antworten to “Die Entwicklung (m)eines Handyfetisch”

  1. Interessante Aufmachung!

  2. […] letzte Errungenschaft, das Nokia E71, war auch schon wieder ein Jahr alt. Nachdem sich unter dem Display massig Staub gesammelt und sich […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: